Strahlentherapie
Bei Patienten, die sich keiner Operation unterziehen möchten oder an Prostatakrebs im Frühstadium leiden, kann alternativ eine Strahlentherapie durchgeführt werden.
Durch die Bestrahlung werden die Krebszellen vernichtet. In der Regel erfolgt die Bestrahlung der Tumorregion von aussen (externe Bestrahlung) – unter Umständen werden auch Lymphknoten im Beckenraum bestrahlt. Eine alternative Strahlenbehandlung bietet die Brachytherapie (Bestrahlung von innen). Bei dieser Behandlung werden radioaktive Elemente mit einer Sonde mit dem Tumor direkt in Kontakt gebracht.
Obwohl die modernen Bestrahlungstechniken die Nachbarorgane weitgehend verschonen, sind vorübergehende Beschwerden wie Blasen- und Darmentzündungen infolge der Strahlentherapie möglich. Diese Symptome sind medikamentös behandelbar und klingen wieder ab. Erektionsstörungen können nach der Behandlung auftreten oder mit der Zeit zunehmen. Ein Jahr nach der Behandlung treten bei Patienten, die sich einer Strahlentherapie unterzogen haben, genauso häufig Beschwerden auf wie bei Patienten, bei denen eine radikale Prostatektomie durchgeführt wurde.
Fragen, die Sie Ihrem Arzt vor einer Strahlentherapie eventuell stellen möchten
- Welche Form der Strahlentherapie kann ich wählen (interne oder externe Bestrahlung)?
- Sind beide Optionen für mich geeignet?
- Wann wird die Behandlung beginnen und wann wird sie enden?
- Wie oft werde ich behandelt?
- Muss ich im Krankenhaus bleiben?
- Welche besonderen Massnahmen kann ich vor, während und nach der Behandlung ergreifen?
- Wie werde ich mich während und nach der Behandlung fühlen?
- Wie werde ich wissen, ob die Behandlung wirkt?
- Gibt es unerwünschte Nebenwirkungen, die ich nach der Strahlentherapie spüren werde?
- Wie gross ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Krebs wieder auftritt?
- Wie oft muss ich mich Kontrolluntersuchungen unterziehen?