Chirurgie
Wie lange werde ich nach der Prostatektomie im Spital bleiben?
Insgesamt 7 bis 9 Tage, sofern keine Komplikationen auftreten. Im Allgemeinen erfolgt eine Kontrastmitteluntersuchung der Blase am 6. oder 7. postoperativen Tag, um die Dichtigkeit der Verbindung (Anastomose) zwischen Blase und Harnröhre sicherzustellen.
Werden signifikante Verluste durch die Wunddrainage festgestellt, kann diese Untersuchung später erfolgen.
CH-DOC.10.10.02 / Dr C. G., Lausanne
Welcher Anästhesietyp ist für diese Operation erforderlich?
Erfolgt die Operation mittels Laparoskopie*, kann eine kombinierte Anästhesie (Periduralanästhesie und zwangsläufig Vollnarkose) eingesetzt werden. Bei einem offenen chirurgischen Eingriff wird manchmal eine Periduralanästhesie mit Sedierung ausgeführt. Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass ein Patient, der bei Bewusstsein ist, die Dauer des Eingriffs in manchen Fällen sehr lang finden kann.
*Die Laparoskopie ist eine minimal-invasive chirurgische Technik, die auf dem Einsatz von speziellen Kameras und chirurgischen Instrumenten beruht; diese werden durch kleine Körperöffnungen eingeführt.
CH-DOC.10.10.02 / Dr C. G., Lausanne
Besteht nach einer Biopsie dringender Operationsbedarf?
Auf keinen Fall! Nach einer Biopsie muss immer ca. 6 Wochen gewartet werden. Eine Biopsie hat bedeutende Verklebungen zwischen Prostata und Rektum zur Folge, und das Risiko einer rektalen Perforation ist sehr hoch, wenn die Operation „überstürzt“ wird. Aus diesem Grund muss eine Wartezeit unbedingt eingehalten werden.
CH-DOC.10.10.02 / Dr C. G., Lausanne
Zurück zur Übersicht