Hilfestellungen für Patienten
Die Diagnose Krebs ist immer ein Schock. Dazu kommt, dass zusammen mit dem Arzt eine Entscheidung über die Art der Therapie getroffen werden muss. Ausserdem kann die Behandlung unerwünschte Nebenwirkungen haben oder Komplikationen nach sich ziehen, was eine weitere psychologische Belastung darstellt.
Der Austausch mit Patientengruppen und eine unterstützende psychologische Beratung können die durch die Diagnose Krebs und die nachfolgende Therapiezeit hervorgerufene Belastung lindern. Die meisten unerwünschten Nebenwirkungen oder Komplikationen lassen sich mit Medikamenten oder anderen unterstützenden Massnahmen behandeln. Wenden Sie sich an Ihren Urologen oder Onkologen.
Bei folgenden Organisationen gibt es Hilfe für Männer mit Prostatakrebs:
- Krebsliga Schweiz
- Krebshilfe Liechtenstein
- Krebsliga Aargau
- Krebsliga Freiburg
- Krebsliga Graubünden
- Krebsliga Schaffhausen
- Krebsliga St. Gallen-Appenzell
- Krebsliga Zentralschweiz
- Krebsliga Zug
- Krebsliga Zürich
- Sprechzimmer
- Oncosuisse
- Prostata-Zentrum KSA
- Thurgauische Krebsliga
Erektionsstörungen
Obwohl die Prostata für die Zeugungsfähigkeit des Mannes unerlässlich ist – denn sie scheidet die Nährflüssigkeit aus, die zur Bildung des Spermas beiträgt – beeinflusst sie nicht die Fähigkeit zum Geschlechtsverkehr.
Der Prostatakrebs selbst kann Erektionsstörungen auslösen. Auch verschiedene Behandlungsformen des Prostatakrebses können zu Nebenwirkungen führen, die möglicherweise die Fähigkeit zum Geschlechtsverkehr vermindern. Beispielsweise können nach einer Strahlentherapie oder während einer Hormonbehandlung Erektionsstörungen auftreten. Bei der operativen Entfernung der Prostata können Nerven verletzt werden. Die Heilung der Nerven dauert mindestens 18-24 Monate. Anders ausgedrückt ist das Auftreten von Erektionsstörungen gleich nach der Operation am deutlichsten. Eine Verbesserung der Lage kann bis zu zwei Jahren nach dem Eingriff eintreten. Erektionsstörungen können mit Medikamenten behandelt werden. Die Erektionsfähigkeit kann auch mittels Beckenbodengymnastik verbessert werden. Eine Penisprothese kann bei vielen Männern Abhilfe schaffen. Besprechen Sie die verfügbaren Möglichkeiten mit Ihrem Urologen.
Inkontinenz
Aufgrund ihrer Lage stützt die Prostata den Blasenhals und somit den Verschluss der Harnblase. Die operative Entfernung der Prostata kann deshalb zu Inkontinenz führen. Verschiedene Medikamente sowie Beckenbodengymnastik können diese Probleme reduzieren. Mit der Beckenbodengymnastik sollte bereits vor der Operation begonnen werden, am besten unter Anleitung eines Physiotherapeuten. Eine weitere Möglichkeit, Inkontinenzprobleme in den Griff zu bekommen, ist die Implantation eines künstlichen Schliessmuskels. Wenden Sie sich an Ihren Urologen, um die optimale Behandlung zu ermitteln.