Hormontherapie
Unter Hormontherapie im Zusammenhang mit Prostatakrebs versteht man die medikamentöse Unterdrückung der Produktion männlicher Geschlechtshormone. Man unterscheidet die chirurgische Hormonablation durch Entfernung des Hodengewebes (Orchiektomie) und die pharmakologische Hormonablation mit Hilfe von Medikamenten.
Da beide Methoden die Unterdrückung des Testosterons bewirken, sind beide als eine „Kastration“ zu betrachten. Beide Methoden führen nicht nur zum Testosteronentzug, sonder auch zur Unfruchtbarkeit. Die chirurgische Kastration ist naturgemäss irreversibel, die pharmakologische Kastration kann durch Absetzen der Medikamente rückgängig gemacht werden.
Durch die massive Verschiebung des Hormonhaushaltes kann es zu Nebenwirkungen wie bspw. Hautausschlägen, Osteoporose, Impotenz, Missempfindungen, Hitzewallungen und vermehrtem Schwitzen kommen, s.a. S.18.